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Review: E-Force - Evil Forces



HELL YEAH!!! Verdammt nochmal, das hier ist der Newcomer des Jahres! Wo
sind meine Leidensgenossen, denen das letzte Voivod-Album auch zu wenig
Eier hatte? Eric Forrest, bekannt als Interims-Bassist und -Sänger in
der besten Voivod-Renaissance (Negatron/Phobos), hat sich hier mit ein
paar Jungs zusammengetan und ein einfach höllisch geiles Stück Metal
eingedrescht. E-Force kommen roh, archaisch, aber immer mit dem nötigen
Potential abgefahrener Psycho-Thrashriffs rüber. Nach einem düsteren
Intro eröffnen "Satanic Rituals" und "Mayhem" schwer Doublebass-lastig
das Album, welches seit gestern in jeder freien Minute meinen Player in
Beschlag genommen hat. Bei der Bridge von "Satanic Rituals" läuft einem
ein eiskalter Schauer herunter - verdammt, genau hier hätten Voivod in
dieser Besetzung weitermachen können! Mächtiger Stoff! Überhaupt sind
die meisten Songs erstklassige Banger vor'm Herrn. Eric brüllt sich die
Seele in seinen genial-kaputten Stimmlagen aus dem Hals. Hier spricht
der pure Metal-Wahnsinn, und ich kann euch nur Flaschen zum Trinken
empfehlen, denn mit Gläsern verschüttet man alles, weil man nicht
aufhören kann, die Rübe zu schütteln.

Gelegentlich gibt's ein paar groovige und atmosphärische
Midtempo-Stücke, aber ansonsten treiben Louis' Drums jeden Song frisch
geölt wie eine Maschine voran. "Germ warfare" zündet trotz seiner
Eingängigkeit und rollt gnadenlos stumpf alles nieder. Nach einem
doomigen "Belief" bläst der Hassbrocken "Psychopath" auch noch die
letzten Reste weg.

Auf Monotonie setzen die folgenden Tracks, die sich in die Gehörgänge
braten. "Disorder" hängt den Hörer erst in eine tierische Schleife, und
"Crypto-Sporidium" knallt anschließend immer wieder auf die gleiche
Stelle, bis man nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Nach einem
manchmal sperrigen, manchmal mit geilen Hooks ausgestatteten "Scarring"
endet das Album nochmal mit einem absoluten Killer namens "Global
Warning", welcher zwischen Deströyer666-ähnlichen Turboriffs
(Retro-Thrasher werden Tränen in den Augen haben) und Negatron-ähnlichen
Voivod-Sounds umherspringt. Ein würdiger Abschluss für ein
Ausnahmealbum.

"Evil Forces" hat das Talent, direkt beim ersten Durchlauf zu zünden,
und trotz aller eingängigen Bangerparts eine starke Atmosphäre zu
schaffen. Eric Forrest hat sich nun als Songschreiber jedenfalls restlos
verdient gemacht. Vielleicht war es der begrenzte künstlerische
Einfluss, den er bei Voivod hatte, aber nach dieser starken Vorstellung
kann man nur hoffen, dass ihm dieser Befreiungsschlag honoriert wird und
wir mit weiteren Wahnsinnsteilen wie diesem bedient werden. Ich kann es
jetzt schon kaum erwarten.

Als Anspieltipps seien mal die Oberhämmer "Mayhem", "Psychopath" und
"Global Warning" empfohlen. Spätestens nach diesem Durchlauf ist die
Welt schöner für euch - glaubt's mir!

Mehr Reviews gibt's auf www.metal-germany.de :-)

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* COMPLEX RANGE - Metal from the underground!
  New CD out. Support it at www.complex-range.de!
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